Keramikbild oder lasergraviertes Porträt
Kommt die Familie zum Steinmetz, tauchen meist zwei Varianten für das Gesicht auf dem Denkmal auf: eine auf dem Stein montierte Keramikplatte oder ein direkt in den Granit lasergraviertes Porträt. Es sind unterschiedliche Dinge, und es lohnt sich zu wissen, was man wählt, denn es lässt sich danach nicht leicht ändern.
Wie jede Variante aussieht
Das Keramikbild ist ein fotografisches Bild mit vollständigen Tönen und, auf Wunsch, in Farbe. Das Gesicht sieht so aus wie auf der Fotografie. Die Lasergravur ist eine Punktzeichnung, ausgeführt in der polierten Schicht des Granits: das Ergebnis ist weiß auf schwarz, grafisch, eher einer Skizze ähnlich als einer Fotografie.
Keines von beiden ist absolut besser. Keramik ähnelt mehr der Person; die Gravur fügt sich mehr in den Stein ein. Der Unterschied ist vor allem aus der Nähe spürbar.
Zu welchem Stein welche Lösung passt
- Die Lasergravur erfordert schwarzen oder sehr dunklen, polierten Granit. Auf weißem Marmor oder hellem Granit fehlt der Kontrast, und das Porträt ist kaum sichtbar.
- Das Keramikbild lässt sich auf allem montieren: Marmor, Granit jeder Farbe, Mosaik, Beton, sogar auf Holzkreuzen.
- Existiert das Denkmal bereits und ist es nicht aus schwarzem Granit, bleibt praktisch nur eine Variante übrig.
Wie lange es hält
Die Gravur ist im Stein, hält also so lange wie der Stein, verliert aber an Kontrast, sobald die polierte Oberfläche stumpf wird, besonders bei Denkmälern, die Regen und Staub ausgesetzt sind. Das Keramikbild behält Farben und Kontrast gut, ist aber spröde: ein starker Stoß kann es zerbrechen.
Was sich nachbilden lässt
Hier ist der Unterschied groß. Eine zerbrochene oder verlorene Keramikplatte lässt sich jederzeit nachbilden, auch nach Jahren, wenn die Fotografie noch existiert — man bestellt eine weitere und montiert sie. Eine fehlerhafte oder abgenutzte Gravur lässt sich nicht korrigieren: das würde bedeuten, die Steinoberfläche neu zu bearbeiten.
Die Kosten
Die Lasergravur wird meist beim Steinmetz zusammen mit dem Denkmal bezahlt und kostet mehr als eine Keramikplatte vergleichbarer Größe. Das Keramikbild beginnt bei einem günstigen Preis und beinhaltet bei uns die Restaurierung, Kolorierung und Retusche der Fotografie.
Ist das Denkmal bereits fertig und nicht aus poliertem schwarzem Granit, ist das Keramikbild die einzige Variante, die gut aussieht. Soll der Stein erst noch bestellt werden, lohnt es sich, beide Lösungen vor Ort anzusehen.
Lassen sie sich kombinieren?
Ja, das kommt vor. Bei Doppeldenkmälern kann eines der Porträts graviert sein, während das andere später als Keramikplatte hinzugefügt wird. Sie sehen nicht identisch aus, doch wenn Größe und Position gut gewählt sind, bleibt das Gesamtbild ausgewogen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist aus der Ferne besser zu erkennen?
Meist das Keramikbild, weil es vollständige Töne und, falls nötig, Farbe hat. Die Lasergravur erfordert mehr Nähe, um gut lesbar zu sein.
Kann man auf weißem Marmor lasergravieren?
Technisch ja, aber der Kontrast fehlt, und das Porträt ist kaum zu erkennen. Auf Marmor wird die Keramikplatte empfohlen.
Was mache ich, wenn die Gravur schlecht ausgefallen ist?
Ohne Neubearbeitung der Oberfläche lässt sie sich nicht korrigieren. Deshalb lohnt es sich, vorher eine Probe zu sehen.
Lässt sich die Keramikplatte nachbilden, wenn sie zerbricht?
Ja, jederzeit, wenn die Fotografie noch existiert. Sie können uns auch nur ein Foto der alten Platte schicken.






